BiogasRepowering by BIGATEC Mehr Leistung durch Innovation
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Repowering und Genehmigung

Was ist zu tun, worauf zu achten?

Wie im Vorfeld schon erwähnt, haben Sie als Betreiber einer BImSch-pflichtigen Biogasanlage bei Repoweringmaßnahmen, die ein Änderungsgenehmigungsverfahren auslösen, den Stand der Technik einzuhalten.

Das heißt, dass aktuelle Anforderungen speziell aus dem Wasserschutz, dem Arbeitsschutz und dem Emissionsschutz einzuhalten sind.

Beim Wasserschutz meint das beispielsweise

  • Prüfung der Behälter und Substratleitungen nach VAwS

Hierfür erforderlich:

  • Durchführung von Dichtheitsprüfungen für Substratleitungen
  • Erneuerung von Rohrleitungen (wegen Undichtigkeiten oder Anforderung von Doppelwandigkeit)
  • Behältersanierung
  • Nachrüstung einer Umwallung
  • Nachrüstung der sicherheitsrelevanten Sensoren

Die folgenden beiden Bilder zeigen eine Biogasanlage, die sich direkt an einem Hang befindet. Hier war eine Umwallung zu errichten. Sie sehen hier VORHER und NACHHER...

Im Bereich Arbeitsschutz heißt das u. a.

  • Prüfung der elektrischen Anlagen gemäß BetrSichV
  • Explosionsschutzdokument mit Gefährdungsbeurteilung
  • Erstellung von Betriebsanweisungen für einen sicheren Anlagenbetrieb
  • Vorlage des Nachweises von Betreiberschulungen
  • Prüfung der Behälter nach Betriebssicherheitsverordnung

Hierfür erforderlich:

  • Durchführung von Dichtheitsprüfungen für Gasleitungen
  • Erneuerung von Rohrleitungen (wegen Undichtigkeiten oder Anforderung von Doppelwandigkeit)
  • Behältersanierung
  • Nachrüstung der sicherheitsrelevanten Sensoren

Gasdichte Verweilzeit, nicht nur nach EEG gefordert!

Der Bereich Emissionsschutz hat seit dem Jahr 2010 ebenfalls Neuerungen erfahren, die zu beachten sind. Der Emissionsschutz ist in zwei Bereiche unterteilt. Einerseits ist der Bereich Geruchs-/Methan-/Ammoniakemissionen zu betrachten und andererseits sind Schallemissionen zu prüfen. Im Bereich Geruch und Ammoniakemissionen geht es um die Einhaltung bestimmter Grenzwerte. Die Methanemissionen sind vor allem in den Bereichen Gärrestlagerung, BHKW-Abgas und Biogasaufbereitung von Belang. Um den Stand der Technik einzuhalten, ist das Gärsubstrat laut VDI 3475-4 mindestens 150 Tage im gasdichten Raum zu lagern. Das heißt, dass das Gesamtvolumen von Fermenter, Nachgärer, und gasdichtem Gärrestlager mindestens so groß sein muss, wie der Substrateinsatz von 150 Tagen groß ist. Ausnahmen hiervon bilden die reinen Gülleanlagen, bei denen nur flüssige Gülle mit einem Trockensubstanzgehalt von weniger als 15% eingesetzt werden darf. Weitere Ausnahmen bei Altanlagen sind nach VDI-Norm 3475-4 möglich, hier sind auch 110 Tage Verweilzeit im Fermentationssystem (Fermenter, Nachgärer ohne Gärrestlager) bzw. Gärversuche zum Nachweis der geringen Ausgasung des Gärrestes erlaubt.

Achtung Störfall!

Plant ein Betreiber eine Leistungssteigerung mit zusätzlichem gasdicht abgedecktem Gärrestlager, so ist zu prüfen, wie groß die gelagerte Biogasmenge im ungünstigsten Fall ist, da bei einer Überschreitung einer Biogasmenge von 10.000kg eine Biogasanlage nicht nur nach Baurecht oder der 4. BImSchV, sondern auch nach der 12. BImSchV – Störfallverordnung - zu genehmigen ist.

Das Thema Störfallverordnung kann nicht nur Biogasanlagen mit hohen BHKW-Leistungen, die aus mehreren großen gasdicht abgedeckten Behältern bestehen betreffen, sondern auch kleinere Gülleanlagen, die 80% Gülle und 20% Feststoffe einsetzen. Das Gärrestlager ist dort aufgrund der gasdichten Verweilzeit von 150 Tagen gasdicht abzudecken. Mit den eingesetzten hohen Güllemengen fällt das Gärrestlagervolumen relativ groß aus, sodass die Gefahr besteht, die Mengenschwelle der 10.000 kg Biogas zu überschreiten!

Privilegierung - die absolute Voraussetzung!

Ein ganz wichtiges Thema bei Erweiterungen an Biogasanlagen stellt die Privilegierung zum Bauen im Außenbereich nach §35 BauGB dar. Bei der Änderung einer Biogasanlage wird die Behörde grundsätzlich die Voraussetzungen bzgl. der Privilegierung prüfen.

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